Dem ehemaligen linksrevolutionären Sponti und "grünen" Turnschuh-Minister bescherte sein intensives politisches Engagement einen beispiellos wechselvollen Werdegang. Als Bundesaußenminister und beliebtester Politiker der Bundesrepublik bewährte sich Joschka Fischer von 1998 bis 2005 in der Rolle des besonnenen und
einfühlsamen Diplomaten, der in dramatischen Krisenmomenten durch seine direkte und ehrliche Position überzeugte und seine Handlungsfähigkeit auch gegen innerparteilichen Widerstand zu sichern wusste. Anfang des Jahres 2006 gab Fischer bekannt, dass er ab Herbst dem Ruf einer Gastprofessur an die renommierte
US-Universität Princeton folgt.
Joschka Fischer gilt als einer der beliebtesten und weltweit angesehensten deutschen Politiker. 1998 wurde er zum Bundesminister für Auswärtiges und Vizekanzler der rot-grünen Regierung ernannt. Damit verhalf Fischer seiner Partei Bündnis 90/ Die Grünen zu mehr politischen Einfluss auf Bundes- und Europaebene. Nach der Bundestagswahl 2005 endete seine Amtszeit.
Zunächst als Umweltminister und später als Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen verlieh er seiner Partei einen verstärkt realpolitischen Anstrich. Während seiner steilen Karriere als Bundesaußenminister wurde ihm u.a. 2002 die Ehrendoktorwürde
der Universität Haifa verliehen. Außerdem ist er seit 2005 auch Träger des Leo-Baeck-Preises, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt. Einer Umfrage von TNS-Infratest zufolge war Fischer auch 2005 noch Deutschlands beliebtester Politiker.
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