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Joaquin Almunia

Vizepräsident der Europäischen Kommission, Europäischer Kommissar für Wettbewerb (2010–2014) beziehungsweise Wirtschaft und Finanzen (2004–2010)

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Biografie

Joaquín Almunia ist einer der erfahrensten spanischen Politiker auf dem internationalen Parkett, insbesondere in Zusammenhang mit der Europäischen Union. Von 2010 bis 2014 war er Vizepräsident der Europäischen Kommission und Europäischer Kommissar für Wettbewerb, davor von 2004 bis 2010 Europäischer Kommissar für Wirtschaft und Finanzen.

Almunia studierte Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Deusto (Bilbao) und absolvierte sein Postgraduiertenstudium an der Ecole Pratique des Hautes Etudes in Paris.

Seine Berufslaufbahn begann er als Ökonom beim Büro der Spanischen Wirtschaftskammer in Brüssel (1972-1975). Almunia war dann von 1976 bis 1979 Chefökonom der spanischen Gewerkschaft UGT, bevor er in die Politik ging und sich in der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei engagierte.

"Europa muss seine Erfahrung und Robustheit nutzen, um mit allen globalen Wirtschaftsakteuren auf Augenhöhe zu verhandeln."

Von März 1979 bis April 2004 war Almunia Mitglied der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE). In dieser Zeit war er Minister für Arbeit und Soziales (1982-1986) und Minister für öffentliche Verwaltung (1986-1991). 1997 wurde er Parteichef der PSOE und kandidierte für die Präsidentschaftswahlen 2000. Da er diese nicht gewann, trat er von seinem Amt als Parteichef zurück. Er nahm am Programm Senior Managers in Government der John F. Kennedy School of Government an der Harvard University teil und war Lehrbeauftragter für Arbeitsrecht an der Universität Alcalá de Henares in Madrid.

"Der Euro ist mehr als eine Währung: Er ist ein politisches Bekenntnis."

Almunia erwies sich stets als starker Europa-Befürworter. Im April 2004 wurde er zum Mitglied der Europäischen Kommission ernannt. Als Europäischer Kommissar für Wirtschaft und Finanzen hatte er sich dem Aufflackern der bisher grössten Wirtschafts- und Finanzkrise in der EU zu stellen. Er machte sich einen Namen als standhafter Verteidiger des Euro als Währungseinheit und politisches Bekenntnis, die es unbedingt zu erhalten gilt. Er war aber auch der festen Überzeugung, dass es Instrumente gibt, die einen Rückfall verhindern können, wie die Implementierung einer Währungspolitik verbunden mit geeigneten Steuermassnahmen.

2010 schlug ihn der portugiesische Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Durão Barroso als Vizepräsident vor und übertrug ihm die Verantwortung für das Wirtschaftsdossier. Almunia engagierte sich damit weiterhin auf der institutionellen Ebene für Europa.

Heute hat Almunia seine Ämter in der Europäischen Union niedergelegt und lässt seine grosse Berufserfahrung in die Forschung und Think Tanks einfliessen. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und Artikel für verschiedene Medien. Unter anderem ist er auch Gastprofessor am European Institute der London School of Economics and Political Science.

2011 veröffentlichte er seine Politischen Memoiren (Memorias Políticas). Darin berichtet er aus erster Hand über seine politische Karriere in der PSOE, über den Modernisierungsprozess eines Landes wie Spanien, dessen Übergang zur Demokratie bis zur heutigen Krise, die eine ganze Reihe neuer politischer Herausforderungen mit sich bringt.

Allgemeine Vortragsthemen
- Aktualität der Weltpolitik
- Wirtschaftliche Entwicklung
- Weltwirtschaft und Geopolitik
- Sozialpolitik
- Europäische Union

Publikationen
  • Bild Memorias Politicas
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